Am 21. Oktober 2005 wurde die Bodenskulptur „Grabungsstaedte“ von Dagmar Schmidt in der Silberhöhe in Halle (Saale) der Öffentlichkeit übergeben. Seitdem sind die Grundrisse von sechs Wohnungen des Bautyps P2 – eines in der DDR über eine Million Mal gebauten Serienmodells - unter freiem Himmel zu besichtigen.
Teilweise möbliert ermöglichen 360 Quadratmeter Plattenbaurest, in eine Lebenswelt des 20. Jahrhunderts, das Wohnen in diesen industriell vorgefertigten Gebäuden nach zu vollziehen, gegebenenfalls eigene Erinnerungen aufzufrischen oder sich in die Bewegungsräume dieses Lebens hinein zu versetzen. Die serielle, dekorfreie Erscheinung der Möbel erlaubt große Freiheit in der eigenen Reflexion. Die Möbel sind wie der Gebäuderest vorwiegend aus Beton gefertigt. Insgesamt wurden dafür fünfundachtzig Tonnen in die elf verschiedenen Stahlformen gegossen.
Freude nach einem Jahr Arbeit bei den Beteiligten des Projektes: Bürgermeisterin Dagmar Sabadosz, Dagmar Schmidt, der Vorsitzende des Trägervereins Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt e. V. Udo Schmode, der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft „Frohe Zukunft e. G. Frank Sydow, der Initiator des Projektes „Spur der Steine“ und Künstler Andreas Freyer und Betonlehrmeister Joachim Trautwein aus dem Bildungszentrum Alter Thüringer Bahnhof (von rechts nach links).
GRABUNGSSTAEDTE, 2003 - 2005
Bodeninstallation
36 x 12 x 1 m, Beton: Guss und Recycling Erich-Kästner-Straße in Halle (Saale) - Silberhöhe