Begründung der Jury:
 
„In ihrer Umformung des Abrisses fixiert die GRABUNGSSTAEDTE das Bauwerk und bildet damit eine ungewöhnliche Verbindung von Kunst und Bau. Die Skulptur nimmt die Beton-Ästhetik der sie umgebenden Plattenbauten auf und wandelt sie künstlerisch um. In ihrer Arbeit thematisiert die Künstlerin die Problematik des sich verändernden sozialen Raumes. Dabei öffnet sie das ursprünglich Private - den Wohnraum - der Öffentlichkeit, während die umliegenden Häuser für den Betrachter verschlossen bleiben. Durch die Möglichkeit des Begehens macht sie die Historie des Standortes für die Menschen direkt erfahrbar und erhält gleichzeitig Erinnerungsspuren an das Wohnen in Gebäuden des industriellen Wohnungsbaus.“
 
 
Preisträgerin 2006
Der mfi Preis Kunst am Bau geht 2006 an die Künstlerin Dagmar Schmidt für die begehbare Bodenskulptur GRABUNGSSTAEDTE.
Preisträger des seit 2002 jährlich verliehenen Preises sind Bogumir Ecker, Lothar Baumgarten, Olafur Eliasson und Franz Ackermann.
 
GRABUNGSSTAEDTE, 2003 - 2005
Bodeninstallation
36 x 12 x 1 m, Beton: Guss und Recycling
Erich-Kästner-Straße in Halle (Saale) - Silberhöhe
mfi Preis Kunst am Bau
Preisträgerin 2006 - Filmportrait